Saal
Alte Maschinen
Schreibmaschinen, Morsetasten und Chiffriermaschinen, die Sie auf dem Bildschirm bedienen.
Diese Galerie zeigt Maschinen, die ihre Arbeit erledigten, bevor sich die Elektronik durchsetzte. Zu jeder gehört ein funktionsfähiges Modell, das langsam laufen, geöffnet und verändert werden kann. Ein ausführlicher Begleittext erklärt die Funktionsweise, stellt die Erbauer vor und beschreibt den damaligen Einsatz. Hier steht kein Foto eines Gegenstands hinter einer Vitrine im Mittelpunkt. Die Tasten werden selbst gedrückt, die Feder wird aufgezogen und die Kurbel von Hand gedreht. So lässt sich die Reaktion der Maschine auf die eigene Bedienung beobachten.
Die Maschinen sind so ausgewählt, dass ihr Grundgedanke bei geöffnetem Gehäuse gut zu erkennen ist. „Wie eine Schallplatte Klang speichert“ zeigt, wie Schall als seitliche Auslenkung in einer spiralförmigen Rille erhalten bleibt. In „So funktioniert eine mechanische Schreibmaschine“ rückt der Wagen bei jedem Buchstaben um dieselbe Strecke vor. „So funktioniert die Enigma“ zeigt Rotoren, die bei jedem Tastendruck einen Schritt weiterdrehen. Wird dieselbe Taste fünfmal gedrückt, leuchten deshalb fünf unterschiedliche Buchstaben auf. Die anderen Exponate lassen sich auf ähnliche Weise untersuchen. Eine koreanische Wasseruhr von 1434 schlägt mithilfe fallender Kugeln eine Glocke an. Ein Rechenschieber multipliziert, indem er Längen addiert. Zur Galerie gehören auch eine Pendeluhr, eine Spieluhr, ein Morseapparat, eine Telefonwählscheibe, bewegliche Lettern und eine Druckerpresse. Hinzu kommen eine Nähmaschine, Filmkameras und Sofortbildkameras, Windmühlen und Wassermühlen, eine Dampflokomotive und ein Verkaufsautomat mit Münzprüfung.
Ein möglicher Rundgang folgt dem Alter der Maschinen. Den Anfang bilden die Wasseruhr und die Druckerpresse. Danach folgen die Uhr sowie die Spieluhr und der Telegraph des neunzehnten Jahrhunderts. Den Abschluss bilden die Schreibmaschine, die Telefonwählscheibe und die Chiffriermaschine des zwanzigsten Jahrhunderts. Viele lösen dieselbe Aufgabe mit unterschiedlichen Mitteln. Sie müssen zählen, die Zeit messen oder eine Bewegung in ein Signal umwandeln. Beim Vergleich lässt sich verfolgen, welche Teile jeweils diese Aufgabe übernehmen. Das Alter gibt dabei eine Reihenfolge vor, ohne die Beobachtung auf Jahreszahlen zu beschränken.
Am Ende jeder Ausstellung stehen die verwendeten Quellen. Dazu gehören vor allem Museen, Normungsorganisationen und die ursprünglichen Patentschriften. Eine kurze Sammlung von Fragen und Antworten ergänzt den Begleittext und hilft, das am Modell Beobachtete einzuordnen.
Exponate

So funktioniert eine mechanische Schreibmaschine
Bei einer Pica-Schreibmaschine schiebt jeder Buchstabe, jedes Leerzeichen und jeder Punkt den Wagen um dieselben 2,54 mm nach links.

Enigma: interaktiver Simulator mit Walzen und Steckbrett
Drücken Sie an einer Enigma mit Walzenlage I-II-III und Stellung AAA fünfmal A, und die Lampen zeigen B, D, Z, G, O.

Wie funktioniert ein Wählscheibentelefon? Impulse und Vermittlung
Die Wählscheibe sendet jede Ziffer als kurze Unterbrechungen des Leitungsstroms, zehn pro Sekunde. Die 0 braucht zehn davon.

Wie eine Schallplatte Klang speichert
Am Außenrand einer LP gleitet die Rille mit einem halben Meter pro Sekunde unter der Nadel durch, beim letzten Lied sind es nur noch 21 Zentimeter.