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Gyeongbokgung: Wachablösung und Palast im Wandel erkunden

Im Hof der Thronhalle wiesen 24 Steine jedem Beamten seinen Platz zu, vom ersten Rang an der Halle bis zum neunten am Tor.

Gyeongbokgung: Wachablösung und Palast im Wandel erkunden
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Dieses Gerät kann das 3D-Modell nicht anzeigen. Die Schritte des Rundgangs unten lassen sich als Text lesen.

1 / 15 Die MorgenversammlungSie stehen im Geunjeongjeon-Hof der 1880er-Jahre. Beamte in roten, blauen und grünen Gewändern kommen durch die Seitentore, suchen ihre Rangsteine und verbeugen sich viermal zur Halle. Die Farben zeigen den Rang; die Modellfiguren haben keine Gesichter.

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Was Sie hier durchqueren

Gyeongbokgung ist der erste Palast der Joseon-Dynastie, erbaut 1395, als König Taejo seine Hauptstadt nach Hanyang verlegte, dem heutigen Seoul. Zu seinen Sehenswürdigkeiten gehören die Höfe, Hallen und Pavillons am Fuß des Bugaksan; die Wachablösung findet am Haupttor statt. Vor diesem Tor liegt die breite Straße, an der einst die Ministerien standen. Die meisten Besucher gehen durch Gwanghwamun, überqueren einen oder zwei Höfe, bleiben an der Thronhalle stehen und gehen zum Teich von Gyeonghoeru weiter. Sie sehen einen Teil des Palastes der 1880er-Jahre, der in den letzten 30 Jahren wiederaufgebaut wurde. Dazwischen lag ein Jahrhundert von Bränden, Leerstand, Wiederaufbau, Abriss und dem Bau eines kolonialen Regierungsgebäudes.

In diesem Modell können Sie den Palast nach seiner heutigen Karte durchqueren und mit einem Jahresregler seine Geschichte verfolgen: die Gründung 1395, den großen Pavillon von 1412, die leere Fläche nach dem Krieg von 1592, den Wiederaufbau der 1860er-Jahre, König Gojongs Palast in den 1880ern, die Kolonialzeit um 1930, die Stadt von 1990 unmittelbar vor der Restaurierung, die Rückkehr von Gwanghwamun 2010 und die Gegenwart. Gebäude erscheinen und verschwinden mit den Jahren. Dasselbe gilt für die Ausstattung der jeweiligen Zeit: Rangsteine im Hof, die Woldae-Terrasse vor dem Haupttor, das Generalgouvernementsgebäude und das Betontor von 1968.

Die Gebäudegrundrisse stammen aus der freien Weltkarte OpenStreetMap. Sie sind in Metern vermessen und um 2,2 Grad gedreht, damit die Palastachse auf dem Bildschirm gerade nach oben verläuft. Die Abmessungen wichtiger Bauwerke stammen vom Korea Heritage Service und, soweit veröffentlicht, aus dessen Grabungsberichten. Wo das Modell schätzen muss, etwa bei der Höhe eines Torturms oder dem genauen Verlauf einer verschwundenen Mauer, bezeichnet der Text den Wert als Schätzung. Die Menschen sind glatte Figuren ohne Gesicht. Nur die Farben ihrer Gewänder zeigen den Rang.

Die ersten zehn Sekunden

Die Ausstellung beginnt im Hof der Thronhalle Geunjeongjeon in den 1880er-Jahren. Beamte kommen durch die seitlichen Hoftore und verteilen sich entlang des Steinwegs in der Mitte. Jeder geht zu einem kleinen Steinpfosten mit eingemeißeltem Rang und stellt sich dahinter. Sobald die Reihen voll sind, verbeugen sie sich viermal zur Halle hin, knien nieder und richten sich auf. Danach bleibt der Hof bis zur nächsten Versammlung ruhig.

Diese Aufstellung erklärt den Zweck der Rangsteine. Der Korea Heritage Service beschreibt die Regel: zwölf Steine auf jeder Seite des Hofes, insgesamt 24; je näher an der Halle, desto höher der Rang. Zivilbeamte standen links vom König, also im Osten, Militärbeamte rechts, im Westen. Das Modell verteilt einige Menschen auf jeden Stein, mehr auf die niedrigeren als auf die höheren Ränge, damit die Reihen eine dicht besetzte Versammlung darstellen.

Mit „Versammlung“ neben der Jahresleiste lässt sich der Ablauf jederzeit wiederholen. Unter „Ich“ können Sie Rang und Seite wählen und zu dem Stein gehen, der Ihrer gewesen wäre.

Der Standort des Palastes

Der Palast wurde mit einem Berg im Rücken und einer breiten Straße davor angelegt. Der Korea Heritage Service beschreibt ihn auf weitem Gelände unterhalb des Baegaksan, heute Bugaksan. Die breite Yukjo-Straße vor dem Haupttor machte ihn zum Zentrum des Stadtplans von Hanyang. Im Modell erhebt sich Bugaksan hinter der Thronhalle und Inwangsan im Westen. Es sind einfache Hügel: Die Gipfel liegen in den richtigen Richtungen, ihre Hänge sind jedoch nicht vermessen.

Die Gebäude liegen auf einer Nord-Süd-Achse: Gwanghwamun, Heungnyemun, Geunjeongmun, die Thronhalle Geunjeongjeon, das Arbeitsgebäude Sajeongjeon, die Schlafhalle Gangnyeongjeon und die Halle der Königin Gyotaejeon. Bei der Grabung am Haupttor 2007 bestätigte sich, dass die Linie von Gwanghwamun über Geunjeongjeon bis Gangnyeongjeon ohne Abweichung gerade verlief. Alles Weitere, vom Bankettpavillon im Westen bis zu den Räumen des Kronprinzen im Osten, gruppiert sich um Höfe beiderseits dieser Linie.

Der Korea Heritage Service gibt die ausgewiesene Fläche des historischen Ortes mit 432.703 Quadratmetern an. Die begehbaren Mauern im Modell umschließen etwas weniger, da das Nordende jenseits von Sinmumun, einst der rückwärtige Garten, außerhalb des Modells liegt.

Von 390 zu etwa 7700 Kan

Koreanische Gebäude werden in Kan gezählt, den Abständen zwischen zwei Säulen. Die Annalen der Joseon-Dynastie verzeichnen für den im neunten Monat 1395 vollendeten Palast etwa 390 Kan: Thronhalle, Arbeitsgebäude, Schlafhallen sowie verbindende Gänge und Tore. Wenige Tage später beauftragte der König seinen Minister Jeong Do-jeon mit der Benennung der Hallen. Er gab ihnen die bis heute auf den Tafeln stehenden Namen: Gyeongbokgung für den Palast, Geunjeongjeon für die Thronhalle, Sajeongjeon, Gangnyeongjeon und die kleinen Hallen Yeonsaengjeon und Gyeongseongjeon beiderseits der königlichen Räume. Gyeongbok drückt nach Erklärung der Denkmalbehörde den Wunsch aus, dass die neue Dynastie großes Glück genießen und gedeihen möge.

Der Palast wuchs 200 Jahre lang. Seine Umfassungsmauer wurde 1398 fertig. 1412 ließ König Taejong den westlichen Teich erweitern und den großen Pavillon Gyeonghoeru errichten. 1426 ließ König Sejong Tore und Brücken benennen; das Südtor wurde Gwanghwamun. Unter Sejong kamen eine astronomische Plattform im Nordwesten, ein Wasseruhrenpavillon südlich von Gyeonghoeru und eine astronomische Uhr in Heumgyeonggak hinzu. Laut Korea Heritage Service wurde Hunminjeongeum, das koreanische Alphabet, in Sejongs Zeit hier geschaffen und verkündet.

Der Wiederaufbau der 1860er-Jahre war weit größer als der erste Palast. Die Besucherinformationen der Palastverwaltung nennen etwa 7700 Kan, die Einführung der Denkmalbehörde rund 500 labyrinthartig zusammengedrängte Gebäude. Nach der Kolonialzeit blieben nur 36 Gebäude. Der Jahresregler zeigt lediglich Gebäude der heutigen Karte; der Modellpalast der 1880er ist daher lichter als der wirkliche. Die Anzeige in der Ecke zählt die kartierten Gebäude, die im gewählten Jahr stehen.

Gwanghwamun und seine Terrasse

Das Haupttor besteht aus einem Steinsockel mit drei gewölbten Durchgängen und einem zweigeschossigen Holzturm. Bei der Freilegung der Fundamente 2007 fand das National Research Institute of Cultural Heritage einen Ost-West-Abstand von 34,8 m, eine erhaltene Tiefe von 10,2 m bei ursprünglich 14,7 m und drei Toröffnungen. Nach den Aufzeichnungen nutzte der König den mittleren Durchgang, Zivilbeamte den östlichen und Militärbeamte den westlichen. Die Sockelhöhe im Modell beträgt geschätzte 7 m.

Vor dem Tor liegt die erhöhte Steinterrasse Woldae. Laut Denkmalbehörde ist Gwanghwamun das einzige Palasttor mit einer solchen Terrasse samt Balustrade davor. Das Bautagebuch vermerkt ihre Anlage am dritten Tag des dritten Monats 1866, aufgefüllt mit dem im Palast angesammelten Aushub, „etwa 40.000 Lasten“. Die Grabungen von 2022 und 2023 ergaben 48,7 m Länge, 29,7 m Breite, einen rund 7 m breiten Königsweg in der Mitte und Treppen am Südende. Es gab vier Bauzustände: zunächst drei getrennte Treppen, dann eine mittlere Rampe, anschließend eine breitere Rampe mit seitlich verdrängten Treppen und einem darüber geführten Straßenbahngleis, schließlich die Zerstörung beim zweigleisigen Ausbau um 1923. Alte Balustradensteine waren in den Königsgräbern von Donggureung aufbewahrt worden. Sie kehrten für die rekonstruierte, am 15. Oktober 2023 eröffnete Terrasse zurück.

Das Modell zeigt sie von 1866 bis 1922 und ab 2023. In den übrigen Jahren gelangen Sie von der Straße direkt in die Torbögen.

Vor der Terrasse sitzt ein Paar Haechi, Fabeltiere, die Recht von Unrecht unterscheiden sollen. Die Korea Heritage Foundation zählt viele weitere auf der Terrasse der Thronhalle im Palast.

Die Wachablösung

Zwischen Gwanghwamun und Heungnyemun liegt der Hof für den Wachwechsel. Die veranstaltende Korea Heritage Foundation hält die Zeremonie täglich außer dienstags, dem Schließtag, um 10:00 und 14:00 ab. Sie dauert etwa 20 Minuten. Um 11:00 und 13:00 gibt es einen kürzeren, zehnminütigen Torwachdienst, um 9:35 und 13:35 Übungen vor Hyeopsaengmun. Schlechtes Wetter kann zur Absage führen.

Die Stiftung nennt 14 Schritte. Die diensthabenden Wachen marschieren durch Hyeopsaengmun und beziehen ihre Plätze hinter Gwanghwamun. Drei Trommelschläge bilden das erste Signal. Ein Hornbläser, Chwirachi genannt, eröffnet den Ablauf. Die Kapelle zieht ein, dann die Ablösung. Sie stellt sich auf, bildet die Wechselformation und marschiert zum Tor. Beim zweiten Trommelsignal grüßen sich die Kommandeure und prüfen die Kennwörter. Die neuen Wachen übernehmen, die alten werden durchgezählt, und beim dritten Signal ziehen sie ab.

„Wachwechsel“ zeigt die aktuelle Zeit in Seoul und den nächsten Beginn. Anschließend spielt das Modell die 14 Schritte mit weniger Menschen in etwa 90 Sekunden ab.

Heungnyemun und der königliche Bach

Das zweite Tor öffnet sich zu einem Hof mit einem steinernen Bachbett. Die Brücke Yeongjegyo führt den Weg darüber. Vier beschuppte Tiere, Cheollok genannt, bewachen den Bach von seinen Ufern aus.

Der gesamte Hof ist rekonstruiert. Laut Nationalarchiv wurden Heungnyemun, seine Gänge, der Bach und Yeongjegyo für das von 1916 bis 1926 errichtete Generalgouvernementsgebäude entfernt. Nach dessen Abriss 1995 und 1996 wurden Tor, Gänge und Brücke wiederaufgebaut und 2001 eröffnet. Bei 1930 oder 1990 verschwindet der Hof unter einem 131 m langen Steinblock.

Der Hof der Thronhalle

Durch Geunjeongmun gelangen Sie in den Hof für die größten Zeremonien der Dynastie. Die Denkmalbehörde nennt Krönungen, Huldigungen der Beamten, Audienzen für ausländische Gesandte und Hofbankette. Grobe Granitplatten, Bakseok genannt, pflastern den Hof. Ihn durchquert der dreiteilige Weg Samdo mit einer erhöhten Mittelbahn für den König. Daneben stehen die Rangsteine. Im Boden sitzen Eisenringe, nach Erklärung der Academy of Korean Studies für die Seile eines über den Hof gespannten Sonnendachs, Chail genannt.

Ein langes Ganggebäude, Haenggak, umgibt den Hof. Im Osten und Westen steht je ein zweigeschossiger Turm. Jeong Do-jeon benannte sie 1395: Yungmunnu im Osten und Yungmunu im Westen.

Warum sind die Platten rau? Häufig heißt es, die Oberfläche blende im Sonnenlicht weniger und sei bei Regen weniger rutschig. Das sind Erklärungen von Führern und Autoren, keine überlieferte damalige Vorschrift; entsprechend behandelt sie die Ausstellung. Im Modell lässt sich bei Regen beobachten, wie zuerst die Fugen dunkler werden, Wasser zwischen den Platten abfließt und der Hof entwässert. Aktivieren Sie „Regen“ oder drücken Sie R.

Die Rangsteine

Die Steine standen nicht von Anfang an dort. Die Denkmalbehörde berichtet, dass König Jeongjo im neunten Monat 1777 Steine im Hof von Injeongjeon in Changdeokgung anordnete, weil die Reihen der Beamten bei Zeremonien ständig durcheinandergerieten. Die Annalen halten seine Anweisung fest, Steine nach Rang aufzustellen, um die Reihen zu ordnen. Gyeongbokgungs Steine stammen aus dem Wiederaufbau der 1860er und fehlen deshalb im Modell 1395 und 1412.

Joseons Beamte hatten neun Ränge, jeweils in Haupt- und Nebenrang geteilt, insgesamt 18 Stufen. Die Ränge eins bis drei waren die hohen, politikbestimmenden Beamten; die unterste Stufe bildeten zivile Beamte des dritten Hauptrangs, Tongjeong Daebu, und entsprechende Militärbeamte. Die Steine folgen dieser Grenze: für eins bis drei je Haupt- und Nebenrang, sechs Steine; für vier bis neun je ein Stein, weitere sechs. So ergeben sich zwölf pro Seite. Ein Versammlungsplan von 1778 im Archiv Jangseogak zeigt Beamte ab dem vierten Rang gemeinsam, ohne Haupt- und Nebenrang zu trennen.

Die Modellgewänder haben drei Farbgruppen: Rot für hohe, Blau für mittlere und Grün für niedrige Ränge. Tatsächlich richteten sich Farben nach dem Rang. Die Academy of Korean Studies weist aber darauf hin, dass Regeln oft missachtet und mehrfach verändert wurden; nach 1884 waren schwarze Gewänder üblich. Die drei Farben vereinfachen die Reihen, damit sie auf einen Blick verständlich sind.

Geunjeongjeon

Die Thronhalle steht auf zwei Steinterrassen mit Balustraden. Sie misst fünf Säulenfelder in Breite und Tiefe, hat zwei Dachebenen und ist ein Nationalschatz. Im Modell bildet das Innere einen einzigen hohen Raum. „Thronhalle öffnen“ schneidet die vordere Hälfte weg. Der Thron steht erhöht unter einem geschnitzten Baldachin, dahinter ein bemalter Wandschirm mit Sonne, Mond und fünf Gipfeln. Die Modellzeichnung folgt nur der Anordnung des Originals: rote Sonne, weißer Mond, fünf Gipfel, Kiefern und Wellen.

Blicken Sie nach oben. In der Baldachindecke verfolgen zwei goldene Drachen eine Perle. Die Korea Heritage Foundation beschreibt sie mit sieben Krallen, einander in den Schwanz beißend, goldenen Körpern und roten Flügeln und Schwänzen. Sieben Krallen sind ungewöhnlich. Fünf waren das übliche Zeichen eines Kaisers; als Gojong später das Kaiserreich Korea ausrief, verwendete er fünfkrallige Drachen in der Thronhalle des Gyeongun-Palastes. Die Stiftung nennt Geunjeongjeons siebenkrallige Drachen die feinsten Drachenmotive im Palast. Das Innere wurde 2019 erstmals versuchsweise für geführte Besuche geöffnet.

Wächter auf der Terrasse

Die Korea Heritage Foundation zählt die gemeißelten Tiere der Terrasse auf. An den Treppen der oberen Terrasse sitzen die vier Richtungswächter: blauer Drache im Osten, weißer Tiger im Westen, roter Vogel im Süden und schwarze Schildkröte im Norden. Unter Joseons fünf Palästen besitzt nur Geunjeongjeon Richtungswächter und Tierkreisfiguren zusammen.

Die Tierkreisfiguren sitzen richtungsbezogen an den Treppen: Schlangen, Rinder und Hasen im Osten, Pferde und Tiger im Süden, Schafe, Affen und Hähne im Westen, Ratten im Norden. Drei der zwölf fehlen: Drache, Hund und Schwein. Keine Aufzeichnung erklärt warum. Häufig heißt es, der Drache als Zeichen des Königs sei ohnehin überall gewesen, Hund und Schwein hätten als unverträglich mit ihm gegolten. Im Modell sind es einfache gemeißelte Formen. Umrunden Sie die obere Terrasse, um den roten Vogel an der Südtreppe zu finden.

Auch Haechi wie vor Gwanghwamun stehen dort: liegend beiderseits der Königstreppe, sitzend an den unteren Treppen, Köpfe an Ost- und Westtreppen und im Süden Dreierfamilien mit Jungen auf Rücken oder Bäuchen ihrer Mütter. Insgesamt sind es 22.

Deume und Räuchergefäße

Neben den oberen Treppen stehen zwei breite Eisengefäße, Deume genannt, die mit Wasser gefüllt blieben. Die Academy of Korean Studies erklärt den Glauben dahinter: Sähe der Feuergeist sein Gesicht im Wasser, würde er erschrecken und zurückweichen, wodurch das Feuer erlösche. Sie sind ein Feuerabwehrzauber für ein Holzgebäude. Vorne auf der Terrasse stehen bronzene Räuchergefäße.

Das Dach und seine Figuren

Geunjeongjeons oberes Dach ist vom Typ Paljak, ein Fußwalmdach: unten geneigte Walmflächen, darüber an beiden Schmalseiten ein dreieckiger Giebel. Die Firste sind weiß verputzt. An beiden Enden des Hauptfirsts sitzt ein großer Aufsatz, Chwidu, entlang jeder der vier Gratlinien eine Reihe kleiner Tonfiguren, Japsang genannt.

Die Academy of Korean Studies verweist auf eine Liste in der Sammlung Eou Yadam aus dem 17. Jahrhundert. Ein neu ernannter Beamter habe die Namen der zehn Figuren am Palasttor zehnmal in einem Atemzug aufsagen müssen, ehe ihn die Älteren annahmen. Es sind Daedangsabu, der Tang-Mönch Xuanzang aus dem chinesischen Roman Xiyouji, Sonhaengja (Sun Wukong), Jeopalgye (Zhu Bajie), Sahwasang (Sha Wujing), Mahwasang, Samsalbosal, Iguryong, Cheonsangap, Igwibak und Natodu. Ihre Anzahl variiert. Geunjeongjeon hat sieben pro Grat des oberen Dachs, Gyeonghoeru elf, laut Palastverwaltung die meisten in Korea. Die Aufgaben vier und fünf lassen Sie diese zählen.

Jedes Modelldach entsteht nach denselben Regeln. Über dem Gebäudegrundriss liegen gekrümmte Flächen: flach an der Traufe und steiler zum First, mit zu den Ecken steigender Trauflinie und im Grundriss weiter ausladenden Ecken als Seitenmitten. Unter den Ziegeln liegt eine mit Sparren bemalte Untersicht; deren Enden bilden Ringe am Rand. Die Kurven folgen Regeln, nicht der Vermessung eines bestimmten Gebäudes.

Sajeongjeon und die königlichen Räume

Hinter der Thronhalle führt Sajeongmun zu Sajeongjeon, wo der König täglich seine Minister traf, mit kleineren Arbeitsräumen beiderseits. Weiter nördlich liegt die Schlafhalle Gangnyeongjeon mit Yeonsaengjeon und Gyeongseongjeon im Osten und Westen, alle drei 1395 benannt. Danach folgt Gyotaejeon, die Halle der Königin.

Beide Schlafhallen wurden 1995 wiederaufgebaut. In der Kolonialzeit waren sie abgetragen worden. Die Palastchronik vermerkt, dass 1920 Gyeongbokgung-Gebäude zerlegt wurden, um nach dem Brand von 1917 Daejojeon und Huijeongdang in Changdeokgung wiederaufzubauen. Im Jahr 1930 sind die königlichen Wohnbereiche leeres Gelände.

Amisan und seine Schornsteine

Hinter der Königinnenhalle liegt der Terrassengarten Amisan, nach einem chinesischen Berg benannt. Laut Academy of Korean Studies entstand er aus Aushub des Gyeonghoeru-Teichs. Darauf stehen vier sechseckige Backsteinschornsteine mit Ziegelmustern, seit 1985 als Schatz geschützt. Sie führen den Rauch der Königinnenhalle ab, vom Gebäude entfernt im Garten.

Im Modell tragen sie ein einfaches gezeichnetes Muster; die echten lohnen einen Blick auf Fotografien.

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Gyeonghoeru

Westlich der königlichen Räume liegt ein rechteckiger Teich. Auf einer quadratischen Insel steht der Bankettpavillon Gyeonghoeru. Die Annalen berichten, König Taejong habe im fünften Monat 1412 erklärt, er habe ihn für Bankette für Chinas Gesandte gebaut, nicht zu eigenem Vergnügen, und ihn Gyeonghoeru genannt. Das National Heritage Portal ergänzt, dass der erste Pavillon von 1395 klein war und der Teich beim Bau des großen erweitert wurde.

Der Pavillon ist sieben Säulenfelder breit und fünf tief, zweigeschossig unter einem Fußwalmdach. Die Academy of Korean Studies nennt ihn Koreas größten Pavillon mit einheitlichem Grundriss. Unten stehen 48 Steinsäulen: außen 24 quadratische, innen 24 runde. Oben liegen Holzböden auf drei Ebenen, damit jeder Gast auf der seinem Rang entsprechenden Höhe saß. Drei Steinbrücken verbinden die Insel mit dem Ostufer.

Die Säulen haben ihre eigene Geschichte. Laut Heritage Portal und einer Petition in den Annalen König Seongjongs erhielten sie bei einer Reparatur 1475 Drachenschnitzereien. 1592 verbrannte das Holzgebäude; die Steinsäulen blieben rund 270 Jahre allein stehen. Die Säulen des Wiederaufbaus von 1867 sind schmucklos, außen quadratisch, innen rund. Im Jahr 1592 sehen Sie die freistehenden Säulen.

Jeong Hak-suns Buch Gyeonghoeru Samsimnyukgung Jido von 1865, eine Karte der 36 Paläste von Gyeonghoeru, deutet den Grundriss als Abbild der Naturordnung. Nach der Zusammenfassung der Academy of Korean Studies steht jede der 24 Außensäulen für einen der 24 Jahresabschnitte. „Jahreszeiten an Säulen“ zeigt sie an. Die Zuordnung im Modell beginnt mit der Wintersonnenwende im Norden und ist unsere Anordnung, keine Auslegung des Buchs.

Auf der Karte misst der Teich ungefähr 128 m von Ost nach West und 113 m von Nord nach Süd. An seinem Westende liegen zwei kleine, mit Kiefern bepflanzte Inseln. Der Pavillon steht im östlichen Teil.

Nachts sitzen bei aktiviertem „Bankett in Gyeonghoeru“ Beamte in Reihen im Obergeschoss, und Laternen hängen an den Traufen. Treppen im Südosten und Südwesten führen hinauf.

Sujeongjeon

Südlich des Teichs liegt die lange Halle Sujeongjeon, zehn Säulenfelder breit und vier tief. Die Academy of Korean Studies verortet hier Sejongs Gelehrtenhalle Jiphyeonjeon. Deren Gebäude verbrannte 1592; in den 1860ern entstand die Halle unter neuem Namen. Seit 2012 ist sie als Schatz geschützt.

Jagyeongjeon und der Schornstein der zehn Symbole

Östlich der Königinnenhalle liegt Jagyeongjeon, 1865 für Königinwitwe Sinjeong errichtet, die den Wiederaufbau angeordnet hatte. Nach einem Brand wurde sie 1888 erneuert. In ihrer Rückwand sitzt ein Schornstein mit einem 381 cm breiten und 236 cm hohen Ziegelrelief der zehn Langlebigkeitssymbole. Die Academy of Korean Studies nennt Sonne, Berge, Wolken, Felsen, Kiefern, Bambus, Schildkröten, Hirsche, Kraniche, Lotus und den Unsterblichkeitspilz. Geformte Ziegel sind in Putz eingesetzt. Darüber flankieren Kraniche mit Pilzen im Schnabel einen Drachen. Die Akademie nennt ihn den schönsten Schornstein von Joseons Palästen.

Hyangwonjeong

Im Norden liegt der zweite Teich Hyangwonji mit dem sechseckigen zweigeschossigen Inselpavillon Hyangwonjeong. Sein Baudatum war lange unbekannt; die erste schriftliche Erwähnung steht im Tagebuch des Königlichen Sekretariats von 1887. Während der Reparatur von 2018 bis 2021 wurden Jahresringe untersucht. Das Holz war 1881 und 1884 gefällt worden, weshalb die Denkmalbehörde den Bau nun um 1885 datiert.

Es gab weitere Funde. Im Erdgeschoss liegt ein Heizungskanal unter dem Boden; am Teichrand wurden Reste des niedrigen Schornsteins entdeckt. Rauchversuche bestätigten den weiterhin funktionierenden Zug. Der Pavillon neigte sich, weil der Stein unter einer seiner sechs Säulen gebrochen und abgesunken war; traditionelle Holzpfähle verstärkten ihn.

Die Brücke Chwihyanggyo wechselte den Standort. Ursprünglich führte sie im Norden zur königlichen Residenz Geoncheonggung. Nach ihrer Zerstörung im Koreakrieg entstand 1953 im Süden eine Besucherbrücke. 2021 kehrte sie als hölzerne Bogenbrücke nach Norden zurück. Im Modell queren Sie von 1953 bis 2020 von Süden, davor und danach von Norden.

Auf dem Modellteich schwimmen Lotusblätter.

Geoncheonggung

Nördlich des Teichs ließ König Gojong 1873 seine eigene Residenz Geoncheonggung bauen. 1895 wurde Kaiserin Myeongseong dort von japanischen Attentätern in Okhoru, einem Teil der Königinnenräume Gonnyeonghap, ermordet. Die Denkmalbehörde nennt dies den tragischen Ort des Eulmi-Zwischenfalls. Im Folgejahr verließ der König den Palast zur russischen Gesandtschaft und kehrte nicht zurück. Geoncheonggung wurde in der Kolonialzeit abgerissen und 2006 und 2007 rekonstruiert.

Weitere Bereiche

Das Modell enthält die übrigen Baugruppen der Karte. Westlich von Geoncheonggung liegt die königliche Bibliothek Jibokjae mit Backsteingiebeln und dem kleinen achteckigen Pavillon Paruj daneben. Im Nordwesten steht Taewonjeon, 2005 wiederaufgebaut. Östlich der Thronhalle liegen die 1999 rekonstruierten Räume des Kronprinzen und sein 2023 erneuertes Arbeitsgebäude Gyejodang. Nördlich der Königinnenhalle steht Heungbokjeon von 2019. Hamhwadang und Jipgyeongdang im Norden überstanden die Kolonialzeit.

Alle entstehen aus Kartenumrissen nach denselben Regeln: Steinsockel, Säulen, mit grünem Dancheong bemalte Balken, Gittertüren oder Putzwände sowie ein gekrümmtes Dach, dessen Typ vom Grundriss abhängt. Die Gänge werden ebenso aus ihren Kartenumrissen erzeugt.

1592: Brand und leerer Palast

Im Frühjahr 1592 landeten japanische Armeen bei Busan und marschierten zur Hauptstadt. Am letzten Tag des vierten Monats verließ König Seonjo die Stadt. Die revidierten Annalen seiner Herrschaft schildern die Folgen: Schon vor dem Auszug drangen Stadtbewohner in die königliche Schatzkammer ein. Danach verbrannten Aufrührer die Ämter mit den Sklavenregistern, plünderten die Palastlager und legten Feuer, um Spuren zu verwischen. Gyeongbokgung, Changdeokgung und Changgyeonggung brannten zugleich. Das ist der amtliche Bericht; er entstand später, nach dem Krieg, und wird von Historikern entsprechend eingeordnet.

Der Palast wurde nicht erneuert. Die Denkmalbehörde nennt das große Gelände, die schwierige Beschaffung von Material und Arbeit sowie den als unglücklich geltenden Ort als Gründe dafür, Changdeokgung und Changgyeonggung vorzuziehen. Changdeokgung wurde faktisch Hauptpalast, Gyeongbokgung blieb etwa 270 Jahre eine leere Fläche mit Steinterrassen und Gyeonghoerus Säulen. Im Modell zeigt dies das Jahr 1592. Bäume in den Höfen sind eine Veranschaulichung, kein Nachweis bestimmter Bäume.

1865 bis 1868: der Wiederaufbau

Im vierten Monat 1865 ordnete die Königinwitwe den Wiederaufbau Gyeongbokgungs als ersten und rechtmäßigen Palast der Dynastie an. Regent Heungseon Daewongun, Vater des jungen Gojong, leitete die Arbeiten. Won Se-cheol vom Amt Hanseong führte vom ersten Tag des vierten Monats 1865 bis zum vierten Tag des siebten Monats 1868 ein Bautagebuch. Es ist in neun Bänden an der Waseda-Universität erhalten. Am zweiten Tag des siebten Monats 1868 zog der König ein. Laut Annalen sagte er, der Palast sei in nur etwa 40 Monaten erbaut und ein seit 300 Jahren unerledigtes Werk nun vollendet worden.

Der neue Palast war größer als der erste. Gojong ergänzte 1873 Geoncheonggung, um 1885 Hyangwonjeong und später Jibokjae. Das Modelljahr 1867 zeigt den ersten Wiederaufbau, die 1880er dessen Ergänzungen.

Die Kolonialzeit

Nach Japans Annexion Koreas 1910 begann laut Denkmalbehörde die planmäßige Zerstörung. 1915 veranstaltete die Kolonialregierung im Palast die große Joseon-Industrieausstellung und ließ den Großteil der Hallen für sie abtragen. Der Artikel der Behörde zu Gwanghwamun spricht vom Abriss der meisten der 7000 Kan.

1916 begann das Generalgouvernement Korea seinen neuen Amtssitz zwischen Geunjeongmun und Gwanghwamun. Das Nationalarchiv beschreibt einen steinverkleideten Stahlbetonbau, 131 m breit und etwa 70 m tief, in zehn Jahren für sieben Millionen Yen gebaut. Er wurde im Januar 1926 bezogen und im Oktober 1926 offiziell eröffnet. Die Academy of Korean Studies nennt 23,3 m Gebäudehöhe, 54,7 m bis zur Kuppelspitze, 6980 Quadratmeter Grundfläche und 31.693 Quadratmeter Geschossfläche. Vor und nach seinem Bau wurden demnach rund 4000 der 7500 Kan des Palastes zerstört. Heungnyemun, Gänge, Bach und Yeongjegyo mussten weichen.

Das Haupttor stand im Weg. Nach Darstellung der Denkmalbehörde gab es gegen den geplanten Abriss Gwanghwamuns 1927 starken Widerstand in Korea und auch Japan. Stattdessen wurde es abgetragen und an der Ostmauer nördlich von Geonchunmun aufgebaut, wo heute der Haupteingang des Nationalen Volkskundemuseums liegt. Das Modell setzt es für 1930 dorthin, jedoch ohne genaue Positionsangabe.

Im rückwärtigen Garten nördlich von Sinmumun entstand die Residenz des Generalgouverneurs. Nach der Befreiung wurde daraus das Präsidentenamt Gyeongmudae, später Cheong Wa Dae genannt; das Gouverneurshaus wurde abgerissen.

Nach 1945

Das Generalgouvernementsgebäude überlebte die Kolonialregierung. Das Nationalarchiv nennt seine Nutzungen: ab 1945 US-Militärregierung, ab 1948 Regierungsämter der Republik Korea, als Kapitol oder Jungangcheong bekannt. Im Koreakrieg brannte das Innere aus. Ab 1986 beherbergte es das Koreanische Nationalmuseum. Im November 1993 kündigte die Regierung den Abriss an. Am 15. August 1995, dem 50. Jahrestag der Befreiung, wurde die Kuppelspitze abgenommen. Im Dezember 1996 endete der Abriss.

Auch Gwanghwamun erlitt Kriegsschäden. Laut Denkmalbehörde zerstörten Bomben 1951 den Holzturm, während der Steinsockel an der Ostmauer blieb. 1968 entstand nahe dem alten Standort ein Tor mit Stahlbetonturm. Es folgte Straße und Nachbargebäuden statt der Palastachse. Bei der Fundamentgrabung 2007 stellte sich heraus, dass es 11,2 m nördlich und 13,5 m östlich des Originals sowie um 3,75 Grad verdreht stand. Stellen Sie 1990 ein und gehen Sie hindurch, um die Verdrehung zu erleben; eine Aufgabe verlangt genau dies.

Restaurierung

Der Wiederaufbau begann 1990. Die Zusammenfassung der Denkmalbehörde von 2007 nennt fünf Abschnitte: königliche Wohnräume 1990 bis 1995, Kronprinzenräume 1994 bis 1999, Heungnyemun samt Gängen auf dem ehemaligen Gebäudestandort 1996 bis 2001, Taewonjeon 1997 bis 2004 sowie Gwanghwamun und weitere Bereiche ab 2003. Jeder beginnt mit Ausgrabungen der Standorte, Böden, Heizungen und Abflüsse; erst danach wird gebaut.

Der Abbau des Betontors begann am 4. Dezember 2006. Genau an diesem Datum hatte Taejo 613 Jahre zuvor die Grundsteinzeremonie des Palastes abgehalten. Das neue Holztor entstand auf den freigelegten Fundamenten und kehrte 2010 zurück. Eine zweite Restaurierungsphase brachte 2019 Heungbokjeon, 2021 Hyangwonjeongs Nordbrücke und 2023 Gwanghwamuns Woldae und Gyejodang zurück.

Wie das Modell entstand

Jeder Grundriss von Gebäuden, Gängen und Mauern stammt aus OpenStreetMap, für diese Ausstellung im Oktober 2026 heruntergeladen. Die Umrisse folgen den Dachkanten; Säulen stehen deshalb etwas weiter innen. Ringförmig kartierte Gänge werden in gerade Stücke zerlegt; um die beiden vorderen Höfe sind die Ringe von Hand gezeichnet. Hyangwonji fehlt in der Karte, seine Modellform ist geschätzt.

Die Standzeiten stammen aus der Chronologie der Denkmalbehörde. Ohne eigenes Baudatum gilt die Datierung des Bereichs. So wird angenommen, ein Gang beim Kronprinzen sei in der Kolonialzeit abgerissen und 1999 mit dem übrigen Bereich rekonstruiert worden. Der Palast von 1395 verwendet auf seiner Achse dieselben Gebäude wie der der 1860er. Der wirkliche erste Palast hatte andere und weniger Gebäude; sein Plan ist nicht derart genau bekannt.

Höhen sind Schätzungen, außer wo der Text Werte nennt: Gwanghwamuns 7 m hoher Steinsockel, seine 0,7 m hohe Vorterrasse sowie 23,3 m und 54,7 m des Generalgouvernementsgebäudes. Die Modellthronhalle erreicht am First etwa 22 m.

Unterschiede zur Wirklichkeit

Vieles fehlt. Die meisten Gänge sind im Modell mit schlichten Wänden geschlossen, obwohl viele echte an einer Seite offen sind. Alle Hallen haben gleiche Konsolen und Farbmuster; echtes Dancheong unterscheidet sich je nach Gebäude. Nur Thronhalle und Gyeonghoerus Obergeschoss haben Innenausstattung. Türen öffnen sich nicht, Böden sind unbeheizt, Küchen fehlen. Berge sind einfache Hügel, die Stadt draußen graue Blöcke.

Die Figuren zeigen, wer einen Raum nutzte, nicht einen bestimmten historischen Tag. Die Modellversammlung ist 1395 dieselbe wie in den 1880ern, obwohl sich das Zeremoniell in fünf Jahrhunderten änderte und vor 1777 keine Rangsteine existierten. Die Wachablösung ist eine heutige Nachstellung und wird nur im gegenwärtigen Palast gezeigt.

Die Bäume im leeren Palast nach 1592 sind eine Illustration. Lotusblätter und Kiefern sind allgemein gehalten.

Fortbewegung

WASD oder Pfeiltasten dienen zum Gehen, Ziehen zum Umschauen, ein Klick auf den Boden zum Hingehen. Shift beschleunigt. Auf dem Telefon geht der linke Daumen und schaut der rechte. Unten wechseln Schaltflächen zwischen Gehen, Laufen und Draufsicht. In der Draufsicht fliegt ein Kartenklick zum Ort. Vier Schaltflächen oben rechts führen zu Gwanghwamun, Thronhalle, Gyeonghoeru und Hyangwonjeong. Die Jahresleiste unten verändert die Epoche; Komma und Punkt schalten schrittweise weiter.

Die orange Figur stellt Sie in der unter „Ich“ gewählten Größe dar. Sie steht zum Vergleich neben Ihrem Rangstein, an der Thronhallenterrasse, unter Gyeonghoeru und im Torbogen von Gwanghwamun.

Aufgaben, Funde und Karten

13 Aufgaben lassen Sie zählen, suchen und beobachten: den eigenen Rangstein, die Anzahl der Steine, Gyeonghoerus Säulen, Dachfiguren, die Jahre des Leerstands, die Standzeit des Generalgouvernementsgebäudes, Drachenkrallen, die beiden Deume, einen vollständigen Wachwechsel, Regen im Hof, Hyangwonjeongs Insel und den Durchgang durch das verdrehte Tor von 1968. Ein Stern bleibt im Browser gespeichert.

21 verborgene Funde öffnen beim Näherkommen und Hinsehen eine Karte. Neun Gegenüberstellungskarten vergleichen verbreitete Vorstellungen mit den Aufzeichnungen. Der Führer enthält mehr als 100 Sehenswürdigkeiten, einen Typfilter und eine Suche; die meisten sind mit einem Tastendruck erreichbar.

Fragen

Wie groß ist Gyeongbokgung?

Die Denkmalbehörde nennt 432.703 Quadratmeter ausgewiesene historische Fläche. In den 1860ern gab es etwa 7700 Kan beziehungsweise insgesamt rund 500 Gebäude.

Wann wurde Gyeongbokgung gebaut?

Er wurde im neunten Monat 1395, drei Jahre nach der Gründung Joseons, als erster Palast der neuen Hauptstadt vollendet. 1592 brannte er ab und wurde von 1865 bis 1867 wiederaufgebaut.

Was bedeutet der Name?

Jeong Do-jeon wählte ihn 1395. Die Denkmalbehörde erklärt ihn als Wunsch nach großem Glück und Gedeihen der neuen Dynastie.

Warum blieb der Palast so lange leer?

Nach dem Brand von 1592 ließen die Könige zunächst Changdeokgung und Changgyeonggung erneuern. Die Denkmalbehörde nennt die große Fläche, Material- und Arbeitskräftemangel und den als unglücklich geltenden Standort. Gyeongbokgung blieb etwa 270 Jahre leer.

Was sind die Rangsteine im Hof?

24 Steinpfosten zeigten Beamten ihren Platz bei Zeremonien: zwölf je Seite, Zivilbeamte im Osten, Militärbeamte im Westen, die höchsten Ränge nahe der Halle. Erstmals wurden sie 1777 in Changdeokgung aufgestellt.

Warum ist der Hof mit rauen Steinen gepflastert?

Die Bakseok-Platten sind rau belassen. Häufig erklären Führer dies mit weniger Blendung in der Sonne und Rutschgefahr bei Regen. Eine damalige Regel ist nicht überliefert.

Was ist ein Deume?

Ein breites, wassergefülltes Eisengefäß an den Thronhallentreppen. Der Feuergeist sollte darin sein Gesicht sehen, erschrecken und verschwinden.

Auf wie vielen Säulen steht Gyeonghoeru?

Auf 48 Steinsäulen: außen 24 quadratischen, innen 24 runden.

Was sind die kleinen Dachfiguren?

Japsang sind Tonfiguren auf den Dachgraten, nach Gestalten des chinesischen Romans Xiyouji und anderen Geistern benannt. Geunjeongjeons oberes Dach hat sieben je Grat, Gyeonghoeru elf.

Warum haben die Drachen der Thronhalle sieben Krallen?

Keine Aufzeichnung nennt den Grund. Sie befinden sich an Geunjeongjeons Baldachindecke. Ein kaiserlicher Drache hatte gewöhnlich fünf Krallen; deshalb wird das siebenkrallige Paar oft hervorgehoben.

Wo stand das Generalgouvernementsgebäude?

Ab 1926 zwischen Gwanghwamun und Geunjeongmun, anstelle von Heungnyemun und seinem Hof. 1995 und 1996 wurde es abgerissen, 2001 Heungnyemun dort wiederaufgebaut.

Warum stand Gwanghwamun schief?

Das Tor von 1968 folgte Straße und Nachbargebäuden. Die Grabung 2007 zeigte eine Lage 11,2 m nördlich und 13,5 m östlich des Originals, um 3,75 Grad zur Palastachse verdreht. Das Tor von 2010 steht auf den ursprünglichen Fundamenten.

Wann findet die Wachablösung statt?

Täglich außer dienstags um 10:00 und 14:00, etwa 20 Minuten, an Gwanghwamun. Um 11:00 und 13:00 gibt es einen kürzeren Torwachdienst. Wetterbedingte Absagen sind möglich.

Ist der Palast täglich geöffnet?

Dienstags ist er geschlossen. Die Öffnungszeiten ändern sich saisonal; die Palastverwaltung veröffentlicht sie.

Wo wurde Kaiserin Myeongseong ermordet?

1895 in Okhoru in Geoncheonggung, der königlichen Residenz nördlich von Hyangwonji.

Wann wurde Hyangwonjeong gebaut?

Die Holzjahresringe ergeben Fällungen 1881 und 1884; der Pavillon wird deshalb um 1885 datiert. Seine Brücke kehrte 2021 auf die Nordseite zurück.

Was lag hinter dem Palast?

Der Garten nördlich von Sinmumun, in dem Könige Bogenschießen und Prüfungen abhielten. In der Kolonialzeit entstand die Gouverneursresidenz, später wurde das Gelände zum Standort von Cheong Wa Dae.

Ist das Modell eine genaue Kopie?

Nein. Der Plan ist aus der Karte vermessen, aber Höhen, Dächer, Farben und Innenräume folgen Gestaltungsregeln. Geschätzte Werte sind im Text gekennzeichnet.

Begriffe

  • Kan: Abstand zwischen zwei Säulen als Zähleinheit der Gebäudegröße.
  • Woldae: erhöhte Steinterrasse vor einem wichtigen Gebäude oder Tor.
  • Bakseok: grob bearbeitete Steinplatten als Palasthofpflaster.
  • Samdo: dreiteiliger Weg mit erhöhter Mittelbahn für den König.
  • Pumgyeseok: Rangsteine für die Standplätze der Beamten.
  • Haenggak: langes Ganggebäude um einen Hof.
  • Japsang: Tonfiguren auf den Dachgraten des Palastes.
  • Chwidu: großer Aufsatz an beiden Enden des Hauptfirsts.
  • Paljak-Dach: Fußwalmdach mit Giebeln über unteren Walmflächen.
  • Ujingak-Dach: vollständiges Walmdach, an Tortürmen verwendet.
  • Dancheong: farbige Bemalung von Holzbauten.
  • Gongpo: Konsolengruppen zum Tragen der Traufe.
  • Deume: eisernes Wassergefäß zur Feuerabwehr.
  • Haechi: Fabeltier, das Recht von Unrecht unterscheiden kann.

Quellen

Text und Simulation: CC BY-NC-SA 4.0, soweit nicht anders angegeben.

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